Hakahori

man gönnt sich ja sonst nix

MacBook Pro 2016

Seitdem Apple auf der vergangene Keynote das neue MacBook Pro vorgestellt hat, bekam ich den Gedanken, mir einen neuen Laptop zuzulegen, nicht mehr aus dem Kopf. Manchmal ist es einfach nur schrecklich, diese Ideen, die man nicht mehr aus dem Schädel bekommt.
Zuvor besaß ich ein MacBook Pro 2011. In Technikjahren ist das eine halbe Ewigkeit. Es wurde also langsam aber sicher Zeit für ein Update. Aber würde mir da nicht ein »normales« MacBook ausreichen?
Auf dem Papier, ja. Auch wenn ich dachte, dass ich keine Probleme mit einem kleineren, 12“-Laptop haben würde, kam ich nach einer ersten Begutachtung im nahegelegenen Elektromarkt zum gegenteiligen Schluss.
Der Dolchstoß für ein 12“-MacBook war dann der Preisunterschied. Lege ich weitere 200 EUR mehr in die Waagschale, kann ich mir direkt das aktuelle MacBook Pro (ohne Touchbar) leisten. Die Entscheidung auf das Modell war also getroffen – Danke noch mal an @iWallbreaker für den Hinweis.

Natürlich hätte ich es mir einfacher und deutlich günstiger machen können. Ich hätte mich einfach für ein »normales« Notebook entscheiden können. Das Problem hier ist aber immer wieder Windows.
Ich kenne es ja von der Arbeit: Arbeiten mit Windows ist gefühlt wie eine Fahrt mit einem baufälligen Kutter auf hoher See. Es ist langsam, dreckig und jeder Wellengang schwappt einen neuen Virus an Bord, welche immer mehr Löcher in den Rumpf fressen.

Seitdem ich auf einen Mac umgestiegen bin, was schon einige Jahre zurückliegt, will ich nicht mehr zurück. Um keinen Preis. Auch wenn ich seither nicht mehr alle Funktionen des macOS nutze, bevorzuge ich das aufgeräumte, helle, gefühlt saubere Betriebssystem.
Insofern kam ein Windows-Rechner nie wirklich in Frage.

Das Macbook hat aber auch seine Nachteile.
Angefangen beim überteuerten Preis, stören sich die meisten User an den fehlenden Ports. Hier hält Apple scheinbar am Motto »weniger ist mehr« fest. Zwei USB-C- sowie ein Klinkenstecker-Eingang, das wars. (Immerhin ein Eingang mehr als das aktuellste iPhone-Modell.)
Ich selbst nutze so gut wie keine externen Gerätschaften, die angeschlossen werden müssen, insofern kein Nachteil für mich. Mir reicht ein einziger, kleiner USB-C auf USB-Adapter. Mehr brauche ich nicht.

Nächster Kritikpunkt ist die Tastatur, die man nach allen gängigen physischen Gesetzen nicht noch flacher gestalten konnte. Sexy, aber auch funktional? Hier scheiden sich offenbar die Geister.
Ich kann mich beruhigt auf die Seite der Befürworter stellen. Ich brauchte nicht mal eine Gewöhnungsphase, um mich mit den neuartigen Butterfly-Tasten zu versöhnen. Es hat direkt funktioniert. Vielleicht muss man da aber auch entsprechend veranlagt sein; ich bin halt ein kleiner Tastatur-Fetischist.

Wenn ich hier einen Kritikpunkt nennen müsste, wäre es der zu Beginn erwähnte horrende Preis. Überteuert, wie Apple-Produkte nun mal sind. Aber für uns Europäer steigen die Preise seit dem Brexit enorm. Waren es zuvor noch grob 1:1 Preise mit dem Dollar, zahlt man nun gute 200 EUR drauf.
Ich musste lange hin und her rechnen, um den Einkauf mit meinem Gewissen zu vereinbaren. Das Gute bei Apple-Produkten ist aber, dass man sich Neuanschaffungen teilweise durch Alt-Apple-Geräte refinanzieren kann. Denn die gehen immer noch weg, wie warme Semmel.



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