Hakahori

Nintendo Switch

Fünf unverzichtbare Dinge

Mitte Januar wird es noch mal spannend, ehe Nintendos brandneue Konsole im März auf den Markt geschmissen wird. Dann werden Gamer aller Welt noch mal mit näheren Details der Nintendo Switch konfrontiert.
Bis dahin darf man natürlich weiter spekulieren und munkeln. Ich selbst bin da keine Ausnahme, denn ich freue mich schon jetzt wie ein Schnitzel auf das neue Teil.

Damit die Switch kein Flop à la Virtual Boy oder Wii U wird, müssen, meiner Meinung nach, mindestens fünf Komponenten stimmig sein.

#Starkes Software-Lineup
Das A und O einer jeden Spielekonsole ist die Software. Die beste Technik oder die revolutionärste Neuerung allein kurbeln nicht die Verkaufszahlen an. Da müssen die passenden Spiele her! In einer Zeit, in der die Branche mehr denn je von Exklusivtiteln lebt, muss sich Nintendo um eben diese bemühen.

Ich erwarte demnach nicht nur aufgewärmte Ports von Super Mario Sunshine oder Super Smash Bros (Wii U), sondern auch brandneue Mario-Abenteuer. Ein neues Pikmin, ein eigenes Animal Crossing, Metroid und Mario Kart. Auch der Sprung von F-Zero ins 21. Jahrhundert wäre wünschenswert.

3rd Party-Unterstützung ist wichtig, keine Frage. Nintendo punktet aber am Stärksten mit seinen eigenen Tausendsassen Tausendsassi Tausendsassas. In Hülle und Fülle und, fast noch wichtiger, zeitig geliefert.

#Trophy-/ Achievement-Funktion
Was bei der Konkurrenz längst schon ein alter Hut ist, sucht man auf einer Nintendo-Plattform vergebens: ein Belohnungssystem. Ich gucke jetzt niemanden direkt an, aber es gibt gewisse Gamer, die- …okay, ich meine natürlich Yuri! Und er weiß jetzt schon, dass ich auf seine Achievement-Sammelwut aus bin. So wie ihm geht es aber vielen, auch auf der PlayStation (wo das Ganze dann »Trophy« genannt wird).

Erreicht man in einem Spiel gewisse, vorgegebene Ziele, erhält man eben jene Achievements, also Punkte. Der so genannte ePenis. Je größer (die Zahl), umso besser.

Um die Sammelleidenschaft bei den Gamern zu wecken und diese gleichzeitig länger an die Spiele zu fesseln, erhoffe ich mir von Nintendo ein ähnliches Punktesammelmodell. Rein technisch dürfte die Umsetzung keine große Hürde sein.

#Share-Funktion
Per Knopfdruck das aktuelle Zelda-Dungeon mit der Welt teilen? Mit einer Share-Funktion wäre das durchaus denkbar. Dabei müsste sich die Funktion nicht mal auf Bilder beschränken, sondern könnte auch ganze Videos teilen – im weltweiten oder eben im Nintendo-eigenen Social Network.

Gemunkelt wird über eine Share-Funktion bzw. einen Share-Button bereits länger. Falls es soweit kommen sollte, wäre es für Nintendo allerdings ein Aufholen mit der Konkurrenz. Überfällig!

#Image-Polierung
Der Name Nintendo ist unweigerlich mit der Kindheit vieler – wenn nicht gar aller – Gamer verknüpft. Das dürfte ein Grund sein, warum Nintendo immer noch einem Art Kiddy-Image unterliegt. Der zweite Grund wäre wohl die Wii bzw. Wii U und deren casualesque Ausrichtung.

Rein optisch sieht die Nintendo Switch bereits »erwachsener« aus. Kein billiges Plastik in Klavierlackoptik, wie es noch bei der Wii U der Fall war. Es sieht nicht mehr wie für Kinder gemacht aus. Gleichzeitig tauchen auch keine Kinder im Reveal-Trailer der Konsole auf. Ist das etwa ein erstes Anzeichen, dass Nintendo hier eine neue Zielgruppe ansprechen möchte? Ein leichter Image-Wechsel?

Allein die Tatsache, dass wohl kein Elternteil mit etwas Verstand seinem kleinen Sprössling eine teure Tablet-Spielkonsole in die Hände drücken wird, lässt mich hoffen. Ein Image-Wandel würde hier sowohl den treuen Fans als auch Nintendo selbst sehr gut tun.

#Faires Preis/Leistungs-Verhältnis
Apropos teuer. Nicht zuletzt der Preis wird über den Erfolg und Misserfolg der Nintendo Switch entscheiden. Während die Leistung bei Nintendo-Konsolen bisher eher irrelevant waren, ist der Preis das entscheidende Zünglein an der Waage.

Je günstiger Nintendo den Preis der neuen Konsole ansetzt, umso besser. Daher gehe ich bisher von einem Preis von 200 bis 300 EUR aus. Hier gilt es sich rein preislich stark von der Konkurrenz abzusetzen. Näheres dürften wir im Januar erfahren.


11. Dezember 2016 - Tags: , , , ,



Hakahori

man gönnt sich ja sonst nix

MacBook Pro 2016

Seitdem Apple auf der vergangene Keynote das neue MacBook Pro vorgestellt hat, bekam ich den Gedanken, mir einen neuen Laptop zuzulegen, nicht mehr aus dem Kopf. Manchmal ist es einfach nur schrecklich, diese Ideen, die man nicht mehr aus dem Schädel bekommt.
Zuvor besaß ich ein MacBook Pro 2011. In Technikjahren ist das eine halbe Ewigkeit. Es wurde also langsam aber sicher Zeit für ein Update. Aber würde mir da nicht ein »normales« MacBook ausreichen?
Auf dem Papier, ja. Auch wenn ich dachte, dass ich keine Probleme mit einem kleineren, 12“-Laptop haben würde, kam ich nach einer ersten Begutachtung im nahegelegenen Elektromarkt zum gegenteiligen Schluss.
Der Dolchstoß für ein 12“-MacBook war dann der Preisunterschied. Lege ich weitere 200 EUR mehr in die Waagschale, kann ich mir direkt das aktuelle MacBook Pro (ohne Touchbar) leisten. Die Entscheidung auf das Modell war also getroffen – Danke noch mal an @iWallbreaker für den Hinweis.

Natürlich hätte ich es mir einfacher und deutlich günstiger machen können. Ich hätte mich einfach für ein »normales« Notebook entscheiden können. Das Problem hier ist aber immer wieder Windows.
Ich kenne es ja von der Arbeit: Arbeiten mit Windows ist gefühlt wie eine Fahrt mit einem baufälligen Kutter auf hoher See. Es ist langsam, dreckig und jeder Wellengang schwappt einen neuen Virus an Bord, welche immer mehr Löcher in den Rumpf fressen.

Seitdem ich auf einen Mac umgestiegen bin, was schon einige Jahre zurückliegt, will ich nicht mehr zurück. Um keinen Preis. Auch wenn ich seither nicht mehr alle Funktionen des macOS nutze, bevorzuge ich das aufgeräumte, helle, gefühlt saubere Betriebssystem.
Insofern kam ein Windows-Rechner nie wirklich in Frage.

Das Macbook hat aber auch seine Nachteile.
Angefangen beim überteuerten Preis, stören sich die meisten User an den fehlenden Ports. Hier hält Apple scheinbar am Motto »weniger ist mehr« fest. Zwei USB-C- sowie ein Klinkenstecker-Eingang, das wars. (Immerhin ein Eingang mehr als das aktuellste iPhone-Modell.)
Ich selbst nutze so gut wie keine externen Gerätschaften, die angeschlossen werden müssen, insofern kein Nachteil für mich. Mir reicht ein einziger, kleiner USB-C auf USB-Adapter. Mehr brauche ich nicht.

Nächster Kritikpunkt ist die Tastatur, die man nach allen gängigen physischen Gesetzen nicht noch flacher gestalten konnte. Sexy, aber auch funktional? Hier scheiden sich offenbar die Geister.
Ich kann mich beruhigt auf die Seite der Befürworter stellen. Ich brauchte nicht mal eine Gewöhnungsphase, um mich mit den neuartigen Butterfly-Tasten zu versöhnen. Es hat direkt funktioniert. Vielleicht muss man da aber auch entsprechend veranlagt sein; ich bin halt ein kleiner Tastatur-Fetischist.

Wenn ich hier einen Kritikpunkt nennen müsste, wäre es der zu Beginn erwähnte horrende Preis. Überteuert, wie Apple-Produkte nun mal sind. Aber für uns Europäer steigen die Preise seit dem Brexit enorm. Waren es zuvor noch grob 1:1 Preise mit dem Dollar, zahlt man nun gute 200 EUR drauf.
Ich musste lange hin und her rechnen, um den Einkauf mit meinem Gewissen zu vereinbaren. Das Gute bei Apple-Produkten ist aber, dass man sich Neuanschaffungen teilweise durch Alt-Apple-Geräte refinanzieren kann. Denn die gehen immer noch weg, wie warme Semmel.


27. November 2016 - Tags: , ,



Hakahori

Neue Bude

Flur

Seit Februar (ist es schon wieder so lange her?!) teile ich mein Leben und eine brandneue Wohnung mit meiner liebsten Hälfte. Seitdem hatten wir alle Hände voll zu tun, um die Wohnung schnellstmöglich bewohnbar und gemütlich zu machen, was übersetzt so viel heißt, wie: Wir mussten oft die Reise zum nächsten IKEA antreten. Das ordentliche Einrichten ist uns, meiner bescheidenen Meinung nach, bisher sehr gut gelungen. Und das recht schnell.

Anstatt jetzt einen Blog-Eintrag mit aus allen erdenklichen Blickwinkeln aufgenommenen Bildern folgen zu lassen, werde ich mir das je Raum einteilen und diesen dann auch nur teilweise beleuchten. Gläserner Mensch, Privatsphäre, das Internet vergisst nie, yadda, yadda, yadda…

Fangen wir mit dem Raum an, den man als erstes sieht, wenn man die Wohnung betritt: Den Flur. Spannend, ich weiß! Ihr könnt euren Broschengriff wieder lockern.
Im Grunde kann man hier nicht viele Worte verlieren. Es ist nun mal ein stinknormaler Flur. Aufwerten kann man ihn eigentlich nur mit entsprechender Deko. Und da haben wir uns etwas Anormales einfallen lassen.

Nerdig, nicht oder? Aber passend, wie man in den weiteren Blogs feststellen wird. Wir sind nun mal so, nerdig. Dabei sieht es wirklich klasse aus und macht deutlich mehr her als das ein oder andere 08/15-Bild.

Vor über einem Jahr (oder noch länger) haben wir uns für relativ wenig Geld einige Comic-Kisten eines Sammlers unter den Nagel gerissen. Es dauerte Stunden alle zu sichten und doppelte Exemplare auszusortieren. Eine entsprechend große Auswahl an potentiellen Covern für die Wand stand uns also zur Verfügung.
Entweder wechselt man nach einiger Zeit das Motiv oder man hängt weitere Cover auf.

Für Comic-Liebhaber und Nerds also durchaus ein empfehlenswerter Deko-Tipp.


20. November 2016 - Tags:



Hakahori

but wait!

Dass sich hier längere Zeit nicht viel getan hat, lässt eigentlich auf etwas Gutes schließen. Immer seltener lassen sich bei mir Zeitlücken finden, in denen ich mir Gedanken über Blogeinträge machen könnte. Gewisse Prioritäten haben sich nun mal verschoben. Oder neu geordnet.

Ein Ende hat dieser Blog aber dadurch natürlich nicht. Neuer Inhalt kommt! In Kürze.


18. November 2016



Hakahori

Zuletzt gesehen

Sherlock Strange

Ein egozentrischer Super-Chirurg öffnet nach einem fatalen Unfall all seine Chakren und betritt neue, psychedelische Dimensionen – um die Welt zu retten.

Der bisher farbenfrohste Marvel- bzw. Superheldenfilm, getragen durch einen unkomplizierten Plot, unterhaltsamem Schauspiel und Slapstick-Humor. Der Bösewicht bleibt leider, wie bei Marvel-Filmen fast schon obligatorisch, die einzige Schwäche des Films. In einem Origins-Film ist ein ernstzunehmender Gegenspieler allerdings nicht zwingend von Nöten, daher gut zu verkraften.


05. November 2016 - Tags: , , ,



Hakahori

Kurswechsel

Nintendo trägt die Wii zu Grabe

Umgeben von Feinden, orientierungslos und mit allen Mitteln um sein Überleben kämpfend. So oder so ähnlich muss sich Nintendo aktuell fühlen.

Okay, vielleicht ist das etwas über-dramatisiert, schießt aber nicht komplett an der Wahrheit vorbei. Zumindest wirkt es auf mich so, wenn ich die vorherrschende Marketing-Strategie von Nintendo in Bezug auf die nächste Heimkonsole beurteilen wollen würde.

Ich kann mich nicht an ein vergleichbares Vorgehen erinnern: der Erscheinungstermin einer neuen, für das Unternehmen sehr wichtigen Konsole steht fest, man rückt aber erst zwei Monate vorher mit allen wichtigen Fakten raus. Ökonomisch sicher nicht die hellste Idee.

Ohne nach dem naheliegenden Warum zu fragen, frage ich mich eher, ob sich Nintendo diesen Luxus der Geheimniskrämerei leisten kann.

Während man mit der Wii jede Menge Geld scheffeln und gleichzeitig weite Teile der Fangemeinde vergraulen konnte, war die Wii U als Nachfolgekonsole ein ordentlicher Griff ins Klo. So richtig mit Schmackes, mit beiden Händen! Von Erfolg kann hier mitnichten die Rede sein, das weiß auch die Nintendo’sche Chefetage.
Die NX bzw. nun Switch soll wieder für Aufschwung sorgen und wirkt auf mich für genau das Gerät, was die Wii U von Anfang an hätte sein sollen: ein qualitativ hochwertiges Produkt (optisch ist das zumindest bereits jetzt der Fall) mit ordentlich Power unter der Haube – hoffentlich – und einer entsprechend starken Aufstellung an Software-Titeln.

Viel kann man nach dem ersten und einzigen Teaser der Switch interpretieren und vermuten. Fakten schafft der Kurzfilm nur oberflächlich. Dennoch reicht mir der erste Eindruck aus, um sagen zu können, dass ich mir diese Hybriden-Konsole definitiv zulegen werde. Die Funktionsweise scheint mir ein richtiger Schritt zu sein, wenn wir alle auch bisher nur von einem Minimumwissen ausgehen können.

Mitte Januar werden dann die restlichen Informationen auf die wartende Netzgemeinde losgelassen. Hier dürfen dann technische Details, der Preis, der Release und das erste Line-Up von Release-Spielen nicht fehlen.
Entscheidend für den Erfolg der Switch ist hier sowohl der Preis als auch die Software. Wenn das Verhältnis stimmt, wird sich der Hybrid ohne Zweifel gut verkaufen. Nicht so enorm wie die Wii oder etwa die PlayStation, aber sicherlich besser als die Wii U. Ja, das sollte machbar sein.


29. Oktober 2016 - Tags: , , ,



Hakahori

Randnotizen

007, Pikachu und Diktatoren

# Bond Nr. 25 bzw. Bond Nr. 7
Daniel Craig hat genug von Bond, was dem gediegenen Kinobesucher spätestens am Ende von »Spectre« aufgefallen sein müsste. Zu perfekt war der Abgang von Craigs kantigem Bond inszeniert.

Jetzt beginnt wieder das Rätselraten um die frei gewordene Stelle am Pinewood-Himmel. …Sicher ist hier nur, dass Bond zurückkehren wird, so oder so. Mit »Skyfall« und dem zuletzt etwas schwächerem »Spectre« hat man viel zu viel Geld gescheffelt, um das Generationen-Projekt James Bond einzustampfen.

# IS-Terror, Erdogan, AfD, Trump… und andere Übel
Hier will ich gar nicht so sehr ins Detail gehen; logischer Menschenverstand und so. Die Frage, was ich von dem ganzen Thema halte, beantwortet man am Besten mit einer Gegenfrage:
Wie haben wir uns in unserem Kindesalter – oder alternativ unsere Eltern in deren jüngeren Jahren – wohl das Jahr 2016 vorgestellt? Fliegende Autos, besiedelter Mars, ein Impfstoff für alle möglichen Krankheiten.

Jetzt muss man nur die Nachrichten einschalten oder an einem beliebigen Tag vor die Tür gehen, um festzustellen, dass man wieder auf dem besten Wege ins Mittelalter ist. Die Evolutionsleiter wieder heruntersteigen.

# Pokémon Go
Hype! Hype! Hype! Pünktlich zu den Sommerferien laufen im Freien ganze Horden von Zombie-Jugendlichen rum. Aber hey, immerhin an der frischen Luft – und finden bei der Gelegenheit die ein oder andere Leiche.

Aber im Ernst: Der (fast) neuartige Sammelspaß macht Freude und vor allem Lust auf mehr. Ich bin gespannt, welche Updates die App mit der Zeit erleben wird und freue mich vor allem für Nintendos Geldspeicher – wobei Google das größte Stück vom Kuchen abkriegen dürfte. Frische Kohle kann so in neue Games und Projekte (NX beispielsweise) investiert werden. Hoffentlich.


31. Juli 2016 - Tags: , , , ,



Hakahori

Ch-ch-changes

Gelungener Neustart

2016 ist zur Hälfte Geschichte und es ist schon einiges passiert. In der Welt und auch bei mir, in meiner Miniversion von Welt aka Privatleben. Ich bin meiner beschaulichen Single-Wohnung entflohen, näher an Vadder Rhein und gleichzeitig mit meiner besseren Hälfte zusammen gezogen. Die Zusage der neuen Wohnung bekamen wir just am ersten Tag meines neuen Jobs. Das hatte sich nämlich auch geändert, gezwungenermaßen.
Zeit für ein erstes, frisches Resümee.

Klar wird einem erst mal der Boden unter den Füßen entzogen, wenn einem plötzlich an den Kopf geschmissen wird, dass der befristete Arbeitsvertrag nicht, wie erhofft und angedacht, verlängert wird. Rückblickend, ein gutes halbes Jahr später, kann ich aber glücklicherweise behaupten, dass es mich nicht besser hätte treffen können.

Ich war so oder so unzufrieden mit meinem Ex-Arbeitgeber, der Arbeit selbst und auch dem Arbeitsklima. Es ist dem Glück (des Dummen) zu verdanken, dass ich mehr oder minder innerhalb kürzester Zeit eine Jobzusage und somit einen neuen Arbeitsvertrag in der Tasche hatte. Auch in Köln. Diesmal unbefristet.

Um die Vorzüge auf den Punkt zu bringen: Es ist so, wie es eigentlich schon vorher hätten sein sollen. Eine moderne, gepflegte Umgebung, angenehmes Arbeitsklima, nette, humorvolle Kollegen, jede Menge zu tun, Abwechslung, flache Hierarchien. Das wichtigste aber, ist, dass ich mich ernst genommen fühle. Man schenkt mir Vertrauen und verlässt sich auf mich und meine Fähigkeiten. Alles, was ich bisher von meinem Arbeitgeber bzw. von direkten Vorgesetzten nicht kannte. Und dafür allein stehe ich morgens gerne auf und gehe motiviert und mit Freude schaffen.

Natürlich findet man immer ein Haar in der Suppe, je länger man sucht und je genauer man hinsieht. Den perfekten Job kann niemand erwarten. Auch hier gibt es natürlich Kollegen, die die Sympathie von verfaultem Fallobst verströmen, sich selbst aber für den neusten und frischsten Herrenduft der Saison halten. In meinem direkten Arbeitsumfeld habe ich mit solchen Spezies aber glücklicherweise nichts zu tun.

An der Arbeitsfront ist also alles im grünen Bereich. Eine klare Verbesserung zu vorher. Jetzt muss ich nur noch die Probezeit überstehen, dann habe ich den unbefristeten Vertrag in der Tasche und kann mich vollends über diese Entwicklung freuen.

Und wie es an der anderen Front – der Wohnungs-Front – ausschaut, werde ich an anderer Stelle berichten.


19. Juni 2016 - Tags:



Hakahori

E3 2016

»Hier gibts nichts zu sehen…«

Wo man auch hinsieht, die »gute alte Zeit«™ ist offensichtlich vorbei und macht selbst vor dem Heiligtum eines jeden Videospielers nicht halt. Nintendo verzichtet (quasi) auf einen Auftritt auf der diesjährigen E3.

Wobei das nur zur Hälfte stimmt, will man doch wenigstens Live-Gameplay zum kommenden Zelda-Titel zeigen; »kommend« im Sinne von »irgendwann 2017«. Ausschließlich. Man verzichtet völlig auf eine Live-Pressekonferenz, wie die vergangenen Jahre schon, zeigt allerdings auch keine zuvor aufgenommene Show im Stile einer »Nintendo Direct«.
Ergo (concordantly, vis a vis…) wird es keine Neuigkeiten zu Wii U- oder Nintendo 3DS-Titeln geben. Warum? Reggie zuckt mit den Schultern.

Die Wii U ist tot
Im Laufe des Restjahres sollen erste offizielle Infos zur neuen Nintendo-Konsole aka »NX« ausgesprochen werden. Selbst ein Blinder mit Krückstock merkt so langsam, wohin der Fokus von Nintendo wandert und dass der neue Präsident, Tatsumi Kimishima, die Wii U selbst mit seinem Allerwertesten nicht mehr anzusehen scheint. Das finanzielle Loch namens Wii U ist tot und so tut man alles, um es nicht zu einem zweiten Virtual Boy verkommen zu lassen.

Das ist, ohne Frage, die richtige Entscheidung. Dennoch sollte man deswegen nicht gleich die sprudelnde Handheld-Quelle 3DS vernachlässigen und die E3 als Werbeplattform wahrnehmen – nicht nur für den heiß erwarteten neuen Zelda-Titel.

2 out of 3
Somit bleiben dieses Jahr nur noch Sony und Microsoft als Giganten übrig. Naturgemäß wird mich Sonys Pressekonferenz aus zwei Gründen eher weniger interessieren: 1. sie findet mitten in der Nacht statt und 2. es ist Sony. Als Xbox One-Besitzer (aktuell mit der Betonung auf »Besitzer« und nicht etwa »Spieler«) bin ich natürlich mehr an interessanten neuen Titeln und/ oder Neuigkeiten zu bereits bekannten Spielen interessiert; »Battlefield 1« zum Bleistift.

Denn selbst wenn ich Lichtjahre von der Bezeichnung Hardcore-Gamer entfernt bin, bin ich weiterhin an neuen Konsolenspielen interessiert. Einer Anschaffung von einigen davon bin ich nicht abgeneigt. Ist natürlich nur die Frage, über welche Titel wir hier sprechen. Nach der E3 kann ich dazu sicher mehr sagen.


31. Mai 2016 - Tags: , , , , , ,



Hakahori

just saying

Narziss

Narzissten wird es dieser Tage ziemlich leicht gemacht ihre Minderwertigkeitskomplexe zu befriedigen. Instagram, Facebook, Twitter & Co. laden täglich zu etlichen Duckface- oder oben ohne-Selfies ein. Braucht kein Mensch, außer halt eben jene Exemplare, die ohne ein imaginäres Schulterklopfen den Tag nicht überstehen würden.
Hast Du feeeeeein gemaaaacht!

Es mag eine reine subjektive Wahrnehmung sein, aber gefühlt hat diese nervtötende Art von Selbstdarstellung stark zugenommen. Beim Durchscrollen der (a)sozialen Netzwerke kommt es dementsprechend häufig vor, dass ich mich vor lauter Schwindel vom Augenrollen am Tisch festkrallen muss.

Narzissmus bedeutet nicht nur, dass man sich beim eigenen Anblick im Spiegel am Liebsten selbst einmal komplett ablecken, begatten und heiraten würde (in dieser Reihenfolge). Hier geht es eigentlich nur um Bestätigung. Um Likes, Favs oder entsprechend anerkennende Kommentare. Seele tätscheln. Gehört bekommen, wie toll man doch ist, bzw. – noch weniger aussagekräftig – wie toll man doch aussieht. Als ob es darauf im wahren Leben ankäme.

Findet man auf diesem Weg etwa seinen Traumjob? Wenn es nicht gerade ein Modeljob ist, eher unwahrscheinlich. Oder etwa die Liebe fürs Leben? Nein, wohl eher ein One Night Stand.
Aber trotzdem toll, dass man ständig auf dem Laufenden gehalten wird, wie oft jemand ins Fitnessstudio geht – mit entsprechenden Bildern – oder vor welchen trivialen Orten man hässliche Schnuten zieht.

Vielleicht bin ich aber auch einfach nur etwas vorbelastet. Menschen, die gut aussehen aka den aktuellen Werbe-Idealen entsprechen und es wissentlich einsetzen, waren mir schon immer suspekt. Eine interessante, charakterliche Tiefe findet man bei solchen Exemplaren meist nicht. Abgesehen von einem tiefen Nichts in den hohlen Birnen vielleicht.
Anders ausgedrückt: Bei Narzissten sehe ich mittlerweile automatisch über ihr Schauspiel hinweg und erwarte genau so viel bzw. wenig wie von »normalen« Menschen. Und das ist nicht viel, erwarte ich von meinem Gegenüber doch in aller Regel Hauptsächlich ein Mindestmaß an Respekt. Dumm nur, dass sich Schönlinge meist auf einem hohen Ross gesattelt fühlen und sich ebenso von oben herab benehmen. Respekt? Fehlanzeige.

Ich habe ein bisschen Sorge, dass sich die ohnehin schon stark verbreitete Oberflächlichkeit weiter in unserer Gesellschaft ausbreitet. Das fängt bei Klamotten an, geht über Frisuren und hört dann beim BMI auf. Das alles gab es früher auch, klar, aber erst durch das digitale Neuland wird den Selbstdarstellern eine breite Bühne geboten. Und gängige Schnellfick-Apps tun ihr weiteres.

Übrigens war ich gerade eben nicht ganz ehrlich: Ich bin nicht wirklich besorgt. Narzissten gab es, wie gesagt, schon immer und wird es immer geben. Die öffentliche Fleischbeschau wird niemand aufhalten, geschweige denn beenden können. Das ist ein Umstand, an den man sich gewöhnen muss. Oder genauer: an den man sich gewöhnen muss, ihn zu ignorieren. Und mittlerweile gelingt mir das überraschend gut.


26. Mai 2016 - Tags: , ,