Hakahori

Im Slot

ARMS & Splatoon 2

ARMS, von Natur aus immer in großen Lettern geschrieben, profitierte im Juni ein wenig vom Tinder-Effekt: eine beschränkte Auswahl ließ frische Switch-Besitzer etwas verzweifelt zu allem greifen, was gerade da war; man nahm mit, was man kriegen konnte. Und das war nun mal ARMS, der Fidget-Spinner unter den neuen Nintendo-Titeln. Das Interesse war da, verflog aber nach kurzer Zeit bzw. nach dem Release wieder. So ging es mir zumindest mit diesem Spiel.

Will man Spielspaß, muss man sich im Grunde direkt in den Online-Modus und somit ins Neuland stürzen. Der Single-Player ist dank seiner öden Geradlinigkeit zu vernachlässigen. Natürlich könnte man hier am Schwierigkeitsgrad schrauben, aber im Grunde bleibt es dann doch das gleiche. Eine Endlosschleife an Kämpfen.

Die Stärke von ARMS ist tatsächlich im Multiplayer zu finden, egal ob nun on- oder offline. Temporär, wohl gemerkt – Fidget-Spinner, wie gesagt.

Mich hat das Game für gut 1-2 Wochen beschäftigt, ehe der Spielspaß zum Erliegen kam und ich mittlerweile nicht mehr genügend Motivation aufbringen kann, ARMS erneut aus der Hülle zu kramen, es einzulegen und schließlich zu starten. Irgendwann hat man mal alle Kämpfe gekämpft und genug Kämpfe verloren. Ein Spiel für zwischendurch.

Splatoon 2 ist, wie bereits der Vorgänger, mit dem heimeligen Beischlaf (apropos Tinder, s.o.) gleichzusetzen: alleine eher meh und immer das selbe, in bunter Gesellschaft aber ein großer Spaß, der nach und nach zum Wiederholen einlädt. Und eine Sauerei ist es auch noch.

Zwar bietet Splatoon 2 einen weitaus tieferen und herausfordernden Single Player-Modus, im Kern ist und bleibt dieser Titel aber der geistige Bruder von ARMS: ein Multiplayer-Spiel. Aber viel mehr noch als bei Nintendos neuem Beat’em Up-Spiel mit den vier großen Buchstaben, ist Splatoon seit 2015 ein solider Multiplayer-Tausendsassa.

Hier hält man als Spielspaß-Fan eine deutlich längere Strecke durch. Man ärgert sich über jede verpatzte bunte Runde, um sich anschließend umso mehr über einen knappen Sieg freuen zu können. Zwar will mir die Match-Auswahl (eine zufällige Auswahl aus zwei Arenen, wechselnd alle zwei Stunden) nicht ganz einleuchten und kann bei der Auswahl zwischen zwei ungeliebten Kampfplätzen durchaus frustrieren, aber nun gut… Nintendo wird sich schon etwas dabei gedacht haben.

Splatoon 2 findet auch heute noch ab und zu seinen Weg in den Switch-Slot. Kein Fidget-Spinner-Effekt festzustellen. Splatoon ist eher mit einem Lieblingssong zu vergleichen, der ab und an – aber auf jeden Fall immer wieder – mal zum Reinhören und Genießen einlädt.



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