Hakahori

Bargeldlos

Auch wenn das Motto „nur Bares ist Wahres“ mit der Zeit nicht an Bedeutung verloren hat, kann eine vollgepackte, klimpernde Geldbörse mit der Zeit nerven. Mich zumindest.

Wie angenehm es doch wäre, ohne nerviges Kleingeld aus dem Haus zu gehen. Versuch macht klug, also habe ich mich an dieses Selbstexperiment herangewagt und kann jetzt, nach etlichen Monaten der Erfahrung, (fast) nur Positives berichten.

Seit Mitte letzten Jahres versuche ich mich am Leben ohne Portemonnaie, ohne Bargeld. Lose Scheine und Münzen gehören (größtenteils) der Vergangenheit an. Bei einem flüchtigen Blick in meine Geldbörse fiel die Frage, ob und was ich alles von dem Inhalt brauche.

Jeder hat mittlerweile den Personalausweis in Scheckkartenform. EC-, Kredit- und Versicherten-Karte sind ebenso groß wie der Führerschein. Das alles passt schön kompakt in eine viel kleinere Geldbörse. Zum Beispiel in eine »Elephant Wallet«, wozu ich mich letztlich entschieden habe.

Im Grunde besteht diese minimalistisch anmutende Geldbörse aus zwei kleinen, dünnen Metallplatten, die mit einem Stoffband zusammengehalten werden. Alle Karten, die man im täglichen Tohuwabohu benötigt, klemmt man dazwischen. So geht nichts verloren und es herrscht wieder aufgeräumter Platz in der eigenen Buchse.
Hat man dann doch mal den ein oder anderen Schein zu verstauen, findet dieser ebenfalls noch Platz im Kartenhalter.

Der bargeldlose Alltag funktioniert seither recht gut. Bei den anstehenden Wocheneinkäufen, beim Tanken oder bei sonstigen Ausgaben zücke ich die EC-Karte, und gut ist. Bargeldlos funktioniert also, da man inzwischen quasi überall per EC-Karte zahlen kann.

Ausnahmen gibt es allerdings auch. Wenn man sich beispielsweise lediglich zwei Brötchen gönnen will, zahle ich meine achtzig Cent natürlich nicht mit Karte. Das wäre etwas affig. Auch bei Parkplatzkosten, die zwei bis drei Euro betragen, greife ich noch auf Münzen zurück. Abgesehen davon habe ich mich aber an das bargeldlose Leben gewöhnt.

Bis man in Deutschland auf Hartgeld komplett verzichten kann, dürften noch einige Dekaden ins Land ziehen. Ein Traum wäre natürlich eine Bezahlung per NFC (o.ä.), wo dann schließlich auch die lästige PIN-Eingabe wegfallen würde. Zukunftsmusik.



3 Kommentare

  1. Dommie sagt:

    Interessant.
    Auch wenn ich hier in Japan schon sehr ausgebreitet die Moeglichkeit haette per NFC und Co zu zahlen, nutze ich es doch wenig.
    Eher ab und zu mal mit der Zugmonatskarte/Fahrkarte ein Schliessfach oder am Getraenkeautomat die Karte ranhalten oder so.
    Sonst mach ich hier das Meiste lieber in Bar.

  2. David sagt:

    Bargeldlos fände ich cool, ich zahle im Supermarkt auch 2-Euro-Beträge mit Karte, allerdings gibt es hier zahlreiche Cafés und Restaurants, die noch nie von Kartenzahlung gehört haben und auch der Pizzamann will bares Trinkgeld. So ganz ohne wird es wohl so schnell nicht gehen.

  3. Hakahori sagt:

    @Dommie
    Nur Bares ist Wahres, die alte Schule ;) Immerhin ist NFC bei Dir etwas mehr verbreitet.

    @David
    Pizza & Co. bestelle ich seit geraumer Zeit ausschließlich online (und bezahle direkt, z.B. per PayPal). Mit Cafés, Bars etc. ist wahr – hier ist Bargeld kurzfristig nicht wegzudenken.

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