Hakahori

EEEEEEEEVERYONE!

Everyone Is Here!

Masahiro Sakurai, der mit jedem neuen Smash-Titel dünner und zerbrechlicher zu werden scheint, lässt im „neuen“ Switch-Teil keinen Wunsch mehr offen. Die stets nörgelnden Smash-Hardcore-Fans haben jetzt wirklich keinen Grund mehr sich zu beschweren: alle Kämpfer, die es jemals in allen bisherigen Smash-Teile geschafft haben, wird es im Switch-Titel zur Auswahl geben. Alle!

Das umfasst „Super Smash Bros.“ (N64), „Super Smash Bros. Melee“ (GCN), „Super Smash Bros. Brawl“ (Wii) und „Super Smash Bros. for Wii U“ (Wii U).

Ich habe nicht nachgezählt, aber es müssten um die 70 Kämpfer sein, inklusive Inkling (Splatoon) und Ridley (Metroid). Letzterer war seit dem ersten Smash-Teil (1999) ein Fan-Favorit. Persönlich konnte ich das zwar noch nie ganz nachvollziehen, aber wie gesagt: einen Grund zum Nörgeln suchen die Hardcore-Fans jetzt vergebens.

Sakurai hat den Kampf gewonnen.

So toll alle veröffentlichten Bilder, Videos und Infos auch sein mögen, ein riesiger Hype will sich bei mir nicht so richtig einstellen.

Einzig und allein die Nostalgie rettet für mich dieses Spiel, welches im Grunde ein „Best Of“ aller vorherigen Smash-Games verkörpert. Schlimm ist das natürlich nicht. Wie soll man ein Kampfspiel, was im Grunde schon perfekt ist, weiter verbessert oder neu erfunden werden. Es ist nun mal „nur“ ein Beat’em Up. Ein sehr spaßiges, mit dem ich viel aus meiner Jugend verbinde.

Und da ist mein Hauptproblem: die Zeiten ändern sich.

War ich es zu N64- und GCN-Zeiten noch gewohnt, mich mit Klassenkameraden, Freunden und Kollegen vor einer Glotze zu treffen und stundenlangen Spaß beim virtuellen Verkloppen zu haben, kommt dieses Spaßgefühl online nicht mehr auf. Online mit Freunden oder Fremden zu daddeln ist für mich zu unpersönlich. Zu leicht gerät man an Spammer, Pros oder Idioten, die mitten im Kampf den Stecker ziehen.

Seit Brawl auf der Wii habe ich gemerkt, dass die gute alte Zeit vorbei ist. Ich muss mich wohl endgültig vom alten Spielspaß verabschieden und versuchen mich an das Online-Zeitalter des Smashens zu gewöhnen.

Einen Vorteil hat Super Smash Bros. Ultimate allerdings dann doch: es kommt auf der Switch raus, DIE portable Heimkonsole. Die Möglichkeit, jederzeit zu Freunden (mit einer Switch) zu verschwinden und, wie damals, in ein und dem selben Raum, auf ein und derselben Couch miteinander und gegeneinander zu daddeln, ist also theoretisch gegeben.

So könnte es dann vielleicht doch noch etwas mit dem Spielspaß werden. Smash ist also noch nicht tot.



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